Werkleitz, Halle, 26.10.2013

„Wir sind die dunkle Nacht, aus der wir kommen.“

sb_wl

Utopie ist, was nirgends ist und nie – doch wer interessiert sich für nie und nirgends, wer für Sehnsüchte, die von ihrer Erfüllung nur träumen? Der Witz ist ein anderer: 1. Literatur will ja nicht nirgends und nie sein, sondern immer und überall. Aber auch 2. Musik will nicht nirgends und nie sein, sondern hier und jetzt. Sie ist die absolute Zeitkunst. Die Begegnung dieser beiden Arbeitsweisen, also des Immer und Überall von Text und des Hier und Jetzt von Musik, kann dann die Art von schönem Schock auslösen, die andere vielleicht bei Nirgends- und Nie-Fantasien empfinden.

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